Kanzashi

Im Stoffladen ist mir ein Buch in die Hände gefallen: "Kanzashi - Japanische Blüten aus Stoff" vom TOPP Verlag.

Das Titelbild war hinreißend und ich hab immer so viele kleine Stoffreste (ich kann einfach nichts wegschmeißen von meinen stofflichen Lieblingen), da dachte ich das ist die perfekte Resteverwertung.

Jaaaaa, was soll ich sagen? Stimmt schon: es ist 'ne tolle Resteverwertung -                                                                                                       ABER: die Anleitung ist absolut unterirdisch.

Gut, anscheinend gibt es noch einen ersten Band - vielleicht ist es da besser erklärt, aber in dem Band den ich habe beschränkt sich die "Anleitung" auf ein paar dürre Worte und Schemazeichnungen, die nicht wirklich viel erklären. 

Ich hab's mir jetzt selbst zurecht gefummelt und das Ergebnis ist auch ganz süß geworden...wenn man nicht zu dicht ran geht; aber das ganze dauert wirklich ewig und für Leute, die nicht gerne mit der Hand nähen absolut nicht zu empfehlen. Mit der Maschine einreihen kann man hier nämlich vergessen. Ich füge mal eine kleines "Making of " an, damit ihr einen ungefähren Eindruck bekommt, wie viel Schritte nötig sind.

So, ihr seht: vom Tischdeckenprojekt war noch Stoff übrig. Ich hab mir einen Kreis von 7,5cm Durchmesser als Schablone aus Papier ausgeschnitten und mit diesem "Schnittmuster" 7 Stoffkreise zugeschnitten. 

Hier habe ich die Stoffkreise schon einmal in der Mitte zusammen gefaltet und gut gebügelt...sieht noch ganz einfach aus, oder??

...die kleinen Stoff- Halbmonde habe ich nochmal mittig zusammen gefaltet und gebügelt, um die Mitte zu markieren. Zu dieser Mitte werden dann nämlich die Spitzen hin gefaltet. Nochmal gut bügeln

Am gebogenen Rand des nun entstandenen Stoff-Viertels mit der Hand (mit der Maschine hab ich's probiert, aber das klappt nicht gut, s.o.) einfache Heftstiche machen. Ich hab hier ein Garn genommen, das farblich nicht passt - das kann man auf den Fotos schön sehen. Wenn Du es nachmachst nimm unbedingt Garn, das farblich passt. Man sieht die Fäden nämlich hinterher (jedenfalls bei mir)

So, ihr Lieben jetzt kommt der eklige, doofe, fummelige Teil: mit Hilfe des Fadens den Stoff zusammen schieben und irgendwie in dieser Stellung fixieren. Ich hab in meiner Not drei mal hin und her genäht. Je enger Du den unteren Rand zusammen schieben kannst - umso besser!

Das darfst Du 7 mal machen. HURRA!

Deine so entstandenen 7 Blütenblätter fädelst Du nun auf und ziehst Sie so weit wie möglich zusammen. Auch hier fand ich es unglaublich schwer die "Blüte" in einer ansprechenden Form zu fixieren.

Das Loch in der Mitte meiner Blüte ist leider zu groß geraten - deshalb hab ich aus ganz dünnem Baumwollbatist noch eine Blüte mit nur 5 Blättern gemacht und in die Mitte gesetzt. Zum Schluss noch einen alten Knopf aus Omas Knopfkiste als Mittelpunkt und ...Voilà!

 

Hmm, die Beschreibung klingt jetzt eigentlich nicht so schlimm - aber ich hab wirklich       ewig gebraucht. Wenn ich mal viel Zeit habe werde ich eine vereinfachte Version entwickeln...ich glaube nämlich man kann's schneller und schöner machen.

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